Orscheler helfen Orschelern: Manchmal muss man das Unmögliche möglich machen
Oberursel (sis) – Vor zwölf Jahren veränderte ein schwerer Hirnschlag das Leben von Herrn U. grundlegend. Damals war er gerade einmal 30 Jahre alt. Heute lebt der 42-Jährige aufgrund seiner körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen im Haus Ursulahof und ist im Alltag auf umfassende Unterstützung angewiesen. Ein Elektrorollstuhl sollte ihm ein Stück Selbstständigkeit zurückgeben: sich wieder eigenständiger bewegen, am sozialen Leben teilnehmen und den Alltag ein wenig freier gestalten können. Doch trotz zahlreicher Anträge und Widersprüche blieb die Unterstützung durch die Kostenträger aus. Für Orscheler helfen Orschelern, OhO, war nach Prüfung des Falls schnell klar, dass hier ganz konkret geholfen werden muss. Der Verein übernahm die Anschaffung eines passenden Elektrorollstuhls und schenkte Herrn U. damit vor allem eines: ein Stück Selbstständigkeit und die Möglichkeit, wieder stärker am sozialen Leben teilzuhaben.
Und genau solche Fälle zeigen, wofür OhO steht. „Egal, mit welchem Problem sich Menschen an uns wenden: Wir schauen hin, prüfen, was wir tun können, und versuchen auch mal, das scheinbar Unmögliche möglich zu machen“, sagt OhO-Vorstandsmitglied Zaklina Koch. Dabei muss niemand den ersten Schritt allein gehen. Wer selbst Hemmungen hat, um Hilfe zu bitten, oder nicht weiß, wie das Anliegen zu formulieren ist, darf sich von Familie, Freunden oder anderen Vertrauten unterstützen lassen. Auch sie können gerne den ersten Kontakt zu OhO herstellen. „Entscheidend ist, dass die Menschen, die Unterstützung brauchen, bei uns ankommen. Wir sind da für die Orscheler, die Hilfe benötigen“, betont Koch. Denn manchmal braucht es nicht viel, um etwas Entscheidendes zu verändern – sondern jemanden, der sich kümmert.